Wie gut ist KI als Partner zur Erstellung von Blog- und Website-Content geeignet?

Mit künstlicher Intelligenz kann man sich mal eben schnell Texte fürs Internet erstellen. Das stimmt, aber eben nur teilweise. Es gibt zwar zahlreiche Pluspunkte, ohne den eigenen Kopf einzuschalten, wird man aber nicht zu sinnvoll nutzbaren Inhalten kommen. weiterlesen

Evulotion des Contents

Das Publizieren im Netz hat eine bemerkenswerte Reise hinter sich. Wenn ich zurückdenke an die frühen 2000er, in denen Blogs noch reine digitale Tagebücher und Websites oft nur statische Visitenkarten waren… Heute sieht das völlig anders aus: Ein Blog und strategisch kluge Website-Texte bilden das Herzstück im modernen Inbound-Marketing.

Aber machen wir uns nichts vor: Hochwertige Inhalte zu erstellen, war schon immer ein massiver Ressourcenfresser. Wer heute professionell im Netz auftritt, kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig: SEO-Algorithmen werden immer komplexer, Leser haben eine immer kürzere Aufmerksamkeitsspanne und der Wettbewerb schläft nie.

Künstliche Intelligenz { ChatGPT, Gemini und Co. } im Content-Marketing ist kein Ersatz für den Autor, sondern ein Werkzeug zur Effizienzsteigerung. Während die Maschine Daten liefert, bleibt der Mensch für die strategische Ausrichtung und das Fingerspitzengefühl verantwortlich.

Die Einführung generativer Künstlicher Intelligenz markiert für mich, obwohl ich anfangs wirklich SEHR skeptisch war, den größten Wendepunkt seit Erfindung der Suchmaschine. Wir befinden uns in einer Ära, in der Grenzen zwischen menschlicher Kreativität und maschineller Effizienz verschwimmen. Doch wer glaubt, KI würde lediglich Texte „ausspucken“, unterschätzt das strategische Potenzial massiv. Wir sprechen hier nicht mehr nur über ein Schreibwerkzeug, sondern über ein „Exoskelett“ für den menschlichen Geist.

Die Technik übernimmt das schwere Heben der Datenverarbeitung, während wir Menschen uns auf strategisches Design und emotionale Resonanz konzentrieren.

KI-generierter Content ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit

Zeit ist die einzige Ressource, die wir nicht vermehren können – es sei denn, wir nutzen Hebelwirkungen. Ein klassischer, gut recherchierter Blog-Beitrag oder eine fachlich fundierte Leistungsseite von 2.000 Wörtern benötigt im Schnitt etwa 6 bis 10 Arbeitsstunden. Recherche, Strukturierung, Schreiben und Korrekturlesen verbauchen enorm viel Zeit. In einem hart umkämpften Markt ist diese Zeitspanne aber oft einfach zu lang.

KI verkürzt zeitaufwenfige Arbeiten drastisch. Der Sinn liegt hier nicht in Faulheit, sondern in Agilität.

Früher war hoher Content-Output das Privileg großer Redaktionen oder Agenturen mit entsprechenden Budgets. Ein Ein-Personen-Betrieb { wie ich es nun mal bin } oder kleine Marketing-Teams stießen schnell an physische Grenzen.

KI demokratisiert nun die Erstellung von Inhalten. Sie ermöglicht Solopreneuren eine Content-Dichte auf der gesamten Website, die früher ein fünfköpfiges Team erforderte. Dies verschiebt Machtverhältnisse im Web: Nicht mehr das größte Budget gewinnt, sondern die klügste Kombination aus menschlicher Strategie und KI-Power.

Das White Page Syndrom ist der natürliche Feind jedes Autors. Jeder, der schon mal stundenlang über einem leeren Blatt Papier nach Ideen gesucht hat, weiß wovon ich schreibe. KI übernimmt hier bereits im frühen Stadium des Schreibprozesses die Rolle des kreativen Funkens. Anstatt auf leere Seiten zu starren, beginnt der Prozess heute mit einem Dialog. Die Technik liefert dabei keine fertigen Wahrheiten, sondern Denkanstöße, unkonventionelle Blickwinkel und Strukturvorschläge. Dies transformiert die Rolle des Web-Verantwortlichen vom einsamen Schreiber zum kreativen Regisseur.

Schweizer Taschenmesser im redaktionellen Prozess

Bevor das erste Wort geschrieben wird, muss geklärt werden, was die Zielgruppe wirklich interessiert? Sowas „händisch“ zu machen, ist Schwerstarbeit. KI-Tools führen heute semantische Analysen durch, die weit über herkömmliche Keyword-Tools hinausgehen.

Theme Clustering

Anstatt nur ein Keyword zu bedienen, hilft KI dabei, ganze Themenwelten { Topic Clusters } zu entwerfen. Dies signalisiert Suchmaschinen hohe fachliche Autorität – sowohl in Blogs als auch auf Homepages. KI analysiert Trends in sozialen Medien und sagt voraus, welche Themen in nächsten Wochen an Relevanz gewinnen werden. Bindet man dieses Wissen ein, kann man sich ggf. einen geringen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen.

Storytelling weckt Interesse

Ein Text steht und fällt mit seiner Struktur. KI-Zweck ist es hier, logische Brüche zu vermeiden. Ein gut durchdachtes Outline sorgt dafür, dass Leser bei der Stange bleiben. KI kann hierbei klassische Storytelling-Frameworks { wie die Heldenreise oder das AIDA-Modell } auf jedes beliebige Thema anwenden. Ein technischer Artikel über Wärmepumpen oder eine komplexe Leistungsbeschreibung im B2B-Bereich { Business-to-Business } wird durch KI-gestütztes Storytelling plötzlich für Endverbraucher emotional greifbar. Hier zeigt künstliche Intelligenz ihre Muskeln. Dabei geht es nicht darum, den ersten Entwurf direkt zu veröffentlichen, sondern eine solide Basis zu schaffen.

Tonalität und Redundanzvermeidung

Ein Zweck kann es dabei sein, denselben Inhalt für unterschiedliche Zielgruppen aufzubereiten. Ein Absatz für Ingenieure auf einer Fachseite muss dabei anders klingen als eine Service-Seite für Privatkunden. KI beherrscht dieses „Code-Switching“ perfekt. Während menschliche Autoren dazu neigen, sich in Füllwörtern zu verlieren, kann künstliche Intelligenz darauf trainiert werden, präzise und informationsdicht zu formulieren.

Ein oft übersehener Zweck ist Inklusion. KI kann komplexe Fachartikel oder AGB auf Knopfdruck in Leichte Sprache { im Rahmen des BFSG erspart das viel Arbeit }übersetzen. Solche Maßnahmen { die teilweise verpflichtend sind! } erweitern die potenzielle Leserschaft enorm und zahlen direkt auf die soziale Verantwortung eines Unternehmens ein. Auch die automatische Erstellung von Bildbeschreibungen { sog. Alt-Texte } für Sehbehinderte auf der gesamten Website gehören in dieses Aufgabengebiet, sind aber nur unter „händischer“ Kontrolle empfehlenswert.

Multidimensionale Analyse zur KI-Nutzung

Wenn wir über Nutzen von KI im Web-Kontext sprechen, müssen wir die oft oberflächliche Betrachtung { es geht einfach schneller } verlassen. Der wahre Nutzen liegt in der Verschiebung der Wertschöpfungskette. Leser leiden heute unter Information Overload. Der KI-Nutzen liegt paradoxerweise in einer Reduktion von Komplexität und Erhöhung der Relevanz.

Während menschliche Autoren oft versuchen, Texte künstlich aufzublähen, kann eine gut instruierte KI darauf getrimmt werden, die Informationsdichte zu maximieren. Leser erhalten mehr Nutzwert pro Zeile. In naher Zukunft wird KI es ermöglichen, Website-Texte dynamisch an den Wissensstand des Besuchers anzupassen. Anfänger lesen Erklärungen zu Fachbegriffen, während Experten direkt zu komplexen Daten springen. Ein weiterer massiver Nutzen ist die Wahl des Formats. KI wandelt Website-Inhalte in Sekunden in Skripte für Erklärvideos, Podcast-Folgen oder Infografiken um. Leser konsumieren nicht mehr nur Text, sondern ein Erlebnis.

Für Betreiber einer Website sind Blog und statische Seiten das Sprachrohr und der Magnet für Neukunden.

Um heute als Vordenker wahrgenommen zu werden, reicht ein sporadischer Auftritt nicht mehr aus. Künstliche Intelligenz kann Themen in einer Tiefe und Breite abzudecken { Topic Coverage }, die manuell unbezahlbar wäre. Man besetzt nicht nur ein Keyword, sondern das gesamte semantische Feld seiner Branche. Ein einmal erstellter Cornerstone-Artikel oder eine starke Leistungsseite bilden die Goldmine fürs gesamte Marketing. KI extrahiert daraus in sekundenschnelle 20 LinkedIn-Posts, 5 Newsletter-Teaser und 10 FAQ-Einträge für die Support-Seite. Sowas per Hand zu machen, wäre enorm zeitaufwendig.

Ein klassischer Fachtext auf Agentur-Niveau (2.500 Wörter) kostet zwischen 800€ und 1.500€ und die Produktion dauert oft zwei oder mehr Wochen. Im KI-gestützten Modell liefert die Technik Basisrecherchen und einen Erstentwurf. Fachabteilungen investieren dann nur noch 60 Minuten in Experten-Checks und Finetuning. Dadurch sinken die effektiven Kosten um 60% bis 80%. Da damit die variablen Kosten pro Seite sinken, amortisiert sich die Website deutlich schneller. Jede Conversion { aus dem Besucher wird eine Kunde } wird günstiger akquiriert. Wenn ein hochbezahlter Ingenieur 8 Stunden an Web-Texten schreibt, fehlt diese Zeit beim Kunden. Braucht er dank KI nur noch 45 Minuten für die Qualitätssicherung, kann er die restlichen 7 Stunden gewinnbringend arbeiten. Die KI „erkauft“ dem Unternehmen damit faktisch abrechenbare Zeit.

Der finanzielle Vorteil künstlicher Intelligenz liegt nicht nur in der Zeitersparnis, sondern in der Skalierung der Inhalte bei gleichbleibenden Fixkosten. Fachkräfte werden von Schreibarbeiten entlastet und können sich wieder ihren Kernaufgaben widmen.

Selbstversuch. Wie ist dieser Content entstanden?

Wenn man schon einen Artikel über KI-Content-Erstellung scheibt, liegt der Gedanke eines Selbstversuchs natürlich nah. Was denken Sie… Wurde dieser Artikel von KI erstellt?

JEIN

Struktur und Inhalte wurden mit mehreren { etwa 15 verschiedenen } Prompts durch GEMINI erzeugt. Dabei habe ich nur ganz grobe Richtlinien gegeben. Danach hat KI den Text { anhand von Referenz-Artikeln } an meine eigene Sprache und Tonalität angepasst. Das Ergebnis war ziemlich gut, trotzdem musste ich noch etwas Hand anlegen.

Psychologie des Vertrauens

Google hat klargestellt, dass die Art der Content-Entstehung zweitrangig ist, solange die Qualität stimmt. Dennoch hinterlässt KI immer auch einige Fingerabdrücke. Der Content ist oft zu perfekt, die Sprache zu höflich und die Inhalte sind zu glatt strukturiert.

Wir bewegen uns auf eine Zeit zu, in der handgeschriebene Texte zu einem Premium-Merkmal werden. Der Nutzen von KI liegt in der Masse, aber Wert des Menschen liegt in der Abweichung von der Norm. Ein Website-Text mit menschlichen Emotionen, Reibungspunkten und gewagten Thesen wird einfach als hochwertiger wahrgenommen als rein maschinell generierte Texte.

Natürlich kann man KI nutzen, um Inhalte zu generieren. Letztlich muss man den Content aber entweder so umschreiben, dass der menschliche Touch ausschlaggebend ist, oder explizit auf die KI-Generierung hinweisen. Damit bleibt man authentisch. Ob man sich mit dem öffentlichen Bekenntnis zum „ich-habe-nix-selbst-gemacht“ Leser vergrault, muss man selbst herausfinden.

Die menschliche Hand als Barriere

KI ist kein Gott, sondern eher ein stochastischer Papagei auf Steroiden. Menschliche Autoren { oder Korrektoren } bleiben als strategischer Kompasse, Emotionsgeber und vor allem als moralische Prüfinstanz unumgänglich.

Google { wie auch andere Suchmaschinen } achtet extrem auf Erfahrungen. KI hat nie den Stress einer Unternehmensgründung gespürt. Das merkt die KI auf der Gegenseite. Ein erstklassiger Web-Auftritt nutzt KI für Daten, aber Menschen für die Anekdote. Beschreibung, wie man bei einem Projekt gescheitert ist, bildet den „Proof of Content“, den keine KI glaubwürdig simulieren kann. Es ist der Mensch, der den Leser durch subjektive Wahrheit bindet und Vertrauen schafft.

KI-Modelle halluzinieren. In Texten über Recht oder Medizin können falsche Angabe fatale Folgen haben. Menschen fungieren hier als Chef-Redakteure und übernehmen rechtliche sowie ethische Verantwortung. Das macht KI nicht. Einer KI sind rechtliche Konsequenzen oder Reputationsschäden per se erstmal gleichgültig. Eine KI weiß, was Leute gestern geklickt haben, der Mensch ahnt, was sie morgen fühlen werden. Echte Innovation auf einer Website bedeutet, gegen Strom zu schwimmen oder neue Begriffe zu prägen. Das erfordert Intuition, die KI derzeit { noch } nicht generieren kann.

Human-in-the-Loop als neues Berufsbild

Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz im Rahmen der Content-Erstellung verschiebt sich das Berufsbild vom „Schreiber“ zum „Content Architect“. Dabei hängt die per KI erzeugte Qualität zu 90% vom Input ab.

Wer versteht, wie man KI mit Kontext füttert, wird zum Virtuosen.

Im neuen Content-Gernerierungs-Prozess besteht die Hauptaufgabe darin, aus Bausteinen die besten auszuwählen und zu einem Ganzen zusammenzufügen. Das kann { aktuell } nur der Mensch. KI kann nüchtern bewerten, ob das Ergebnis etwas taugt. Menschen verleihen dem Ganzen allerdings den letzten Schliff.

Wohin geht die Reise mit künstlich generiertem Content?

Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung, die das Internet, wie wir es kennen, komplett umkrempeln wird. Wenn wir in das Jahr 2027 blicken, werden wir eine Verschmelzung erleben, bei der die Grenze zwischen „statischer Seite“ und „intelligentem Assistenten“ fast völlig verschwindet. Websites werden keine starren Gebilde mehr sein, die für jeden Besucher gleich aussehen. Die KI wird den Text während des Ladevorgangs in Millisekunden an den jeweiligen Leser anpassen. Ein Beispiel: Ein absoluter Neuling auf deiner Seite bekommt automatisch einfachere Erklärungen und grundlegende Definitionen ausgespielt. Ein Experte hingegen, der zum zehnten Mal vorbeischaut, bekommt direkt die tiefen technischen Details und aktuellen Daten-Updates serviert – alles generiert aus derselben, von dir kuratierten Datenbasis.

Der klassische Blog-Beitrag wird sich zum interaktiven Erlebnis wandeln. Leser werden dem Artikel per Chat oder Spracheingabe spezifische Fragen stellen können und binnen Sekunden Antworten erhalten. Die Tools werden unsichtbarer und hilfreicher. Wir werden Schreibumgebungen sehen, die während des Tippens in Echtzeit Quellen prüfen, SEO-Potenziale vorhersagen und sogar logische Lücken in der Argumentation aufzeigen, noch bevor der erste Punkt gesetzt ist.

Die KI wird zum proaktiven Lektor, der uns daran erinnert, dass wir ein wichtiges Kundenbedürfnis in der aktuellen Beschreibung noch nicht adressiert haben.

Texte werden irgendwann nur noch Startpunkte sein. In naher Zukunft wird ein einziger, gut geschriebener Web-Text automatisch und in hoher Qualität ein Video mit deinem digitalen Avatar erzeugen, eine passende Infografik generieren und eine Audio-Version für Podcaster bereitstellen. Damit sind Webseitenbetreiber omnipräsent, ohne für jedes Format ein eigenes Produktionsteam zu benötigen.

Die Zukunft des Webs liegt in der Abkehr von Einheitsbrei-Inhalten. Durch KI-gestützte Personalisierung und Interaktivität wird jede Website zu einem individuellen Berater, der exakt die Fragen beantwortet, die der Kunde in diesem Moment hat. Das funktioniert natürlich nur dann, wenn die Urheber wissen, wie KI benutzt werden muss.

Fazit

Basierend auf diesem Selbstexperiment würde ich sagen, dass KI eine enorme Hilfe sein kann. Sie ist aber definitiv kein Ersatz des eigenen Hirns. Man kann natürlich blind die generierten Texte übernehmen. Was dabei teilweise für Stuss rumkommt, kann man in diversen Beiträgen von Trash-TV-Agenturen { oft in Browser-Themen-Seiten zu bewundern } sehen. So richtig stimming ist das oft nicht.

Ich habe aber jetzt schon öfter die Erfahrung gemacht, dass man auch richtig gute Ergebnisse erzielen kann. Dazu muss man aber auch { relativ } gut wissen, wie man die Prompt-Zeile der KI füttern muss. Kontrollieren muss man die Ergebnisse ohnehin immer wieder.

In meinem Test wurde die Textlänge immer wieder ungefragt gekürzt. Das war schon ärgerlich.

Solche Fehler wurden, nachdem ich sie moniert hatte, perfekt korrigiert. Trotzdem sollte man immer auf der Hut sein und es tunlichst vermeiden, Texte einfach blind { insbesondere bei Anpassungen der Tonation } zu übernehmen. Die Erstellung dieses Beitrags hat aber { wenn man Recherchen mal außen vor lässt } sicherlich 3-4 Stunden weniger gedauert als ohne KI-Nutzung. Es lohnt sich also durchaus.